Zutaten:
Kochutensilien
Und so wird's gemacht:
Den Teig ansetzen
- Mehl, Puderzucker, Backpulver und Salz in einer großen Schüssel mischen und am besten einmal durchsieben. Das klingt nach einem kleinen Extra-Schritt, sorgt aber dafür, dass sich alles gleichmäßiger verteilt. Danach die trockenen Zutaten in die Küchenmaschine geben.
- Die kalte Butter in Stücken dazugeben und nur kurz pulsieren, bis die Mischung an grobe Streusel erinnert. Die Butterstücke sollten nicht komplett verschwinden. Dann die Eigelb und den Schmand zufügen und erneut nur kurz mixen, bis der Teig gerade anfängt, sich zu verbinden. Falls er noch sehr trocken wirkt, esslöffelweise etwas Eiswasser zugeben. Lieber vorsichtig dosieren. Zu feuchter Teig wird später beim Ausrollen schnell anstrengend.
Kühlen und ausrollen
- Den Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und mit den Händen nur kurz zusammenkneten. Wirklich nur so lange, bis eine zusammenhängende Scheibe entsteht. Dann flach drücken, in Folie wickeln und mindestens 1 Stunde kühlen. Er soll fest werden, aber noch ausrollbar bleiben.
- Die Springform leicht buttern. Den Backofen auf 190 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen. Den gekühlten Teig auf leicht bemehlter Fläche rund ausrollen, etwa 3 mm dünn und groß genug, damit Boden und Rand ausgekleidet werden können. Den Teig in die Form legen, leicht andrücken und am Rand hochziehen. Überschüssigen Teig sauber abschneiden, sodass der Rand knapp unter dem oberen Formrand endet. Wer mag, drückt den Rand mit einer Gabel leicht ein, das sieht schön rustikal aus. Danach die ausgelegte Form für 10 Minuten ins Gefrierfach stellen. So bleibt die Form beim Blindbacken stabiler.
Den Boden blindbacken
- Den Teig mit Backpapier auslegen und mit Hülsenfrüchten oder Blindbackgewichten füllen. Dann etwa 18 bis 20 Minuten backen, bis der Boden trocken und leicht fest wirkt. Das Vorbacken lohnt sich hier wirklich, weil die spätere Füllung recht saftig ist.
- Anschließend Backpapier und Gewichte entfernen und den Boden vollständig auskühlen lassen. Die Ofentemperatur auf 175 Grad Ober-/Unterhitze reduzieren.
Die Käsefüllung rühren
- Für die Füllung zuerst die Eier und das zusätzliche Eiweiß mit dem Zucker auf mittlerer Stufe verrühren, bis die Masse heller und leicht dicklich wird. Es muss nicht schaumig wie bei Biskuit werden. Zu viel Luft ist beim Cheesecake eher ungünstig.
- Dann Farmer Cheese, Schmand, Zitronenabrieb, Orangenabrieb, Rosinen und Vanille dazugeben und nur so lange weiterrühren, bis alles gleichmäßig vermischt ist. Falls der Käse sehr grob ist, kann man ihn vorher etwas glatter rühren oder durch ein Sieb streichen. Die Masse soll am Ende homogen sein, aber nicht überarbeitet.
Füllen und backen
- Die Käsemasse auf den ausgekühlten Boden geben und die Oberfläche glatt streichen. Die Form auf ein Rost in die Ofenmitte stellen und den Sernik 50 bis 55 Minuten backen.
- Gegen Ende lohnt sich ein kurzer Blick in den Ofen. Wenn der Rand zu dunkel wird, kann man ihn locker mit Alufolie schützen. Der Kuchen ist fertig, wenn die Ränder gesetzt sind und die Mitte noch leicht wackelt. Nicht warten, bis alles komplett fest aussieht, sonst wird die Füllung eher trocken.
Langsam abkühlen und kühlen
- Den fertigen Sernik aus dem Ofen holen und vollständig auf einem Kuchengitter abkühlen lassen. Danach für mindestens 8 Stunden, besser über Nacht, in den Kühlschrank stellen. Erst dann bekommt er seine typische feste, schnittige Konsistenz.
- Zum Anschneiden das Messer zwischendurch kurz abwischen, dann werden die Stücke sauberer. Ich mag ihn gut gekühlt am liebsten, direkt aus dem Kühlschrank oder nach ein paar Minuten auf dem Tisch.
Notizen
- Der Sernik hält sich im Kühlschrank gut 3 Tage und schmeckt am zweiten Tag oft sogar noch etwas runder.
- Wenn du keine Rosinen magst, kannst du sie weglassen. Der Cheesecake wird dann etwas schlichter, aber immer noch sehr stimmig.
- Farmer Cheese ist trockener als Frischkäse. Falls du ihn nicht bekommst, ist gut abgetropfter Quark die naheliegendste Alternative, auch wenn der Charakter des Kuchens dann etwas anders wird.
- Der Boden lässt sich gut vorbereiten. Ich mache den Teig manchmal schon am Vorabend, dann ist am Backtag alles entspannter.
- Für besonders saubere Stücke den Cheesecake komplett durchkühlen lassen und das Messer zwischen den Schnitten in heißes Wasser tauchen.
