Zutaten:
Kochutensilien
Und so wird's gemacht:
Form vorbereiten
- Die Springform am Boden mit Backpapier auslegen. Den Rand zusätzlich mit Frischhaltefolie oder Tortenrandfolie auskleiden, damit sich der gekühlte Cheesecake später sauber lösen lässt. Bei No-Bake-Rezepten macht das wirklich einen Unterschied, gerade wenn die Creme hoch eingefüllt wird.
- Am besten stellst du die Form schon auf eine feste Unterlage oder einen Teller, bevor sie in den Kühlschrank wandert. Mit gefüllter Form lässt sie sich sonst eher ungern tragen.
Der Boden
- Die Kekse fein zerkrümeln und mit dem gemahlenen Kaffee mischen. Dann die geschmolzene Butter dazugeben und alles verrühren, bis die Masse gleichmäßig feucht ist. Sie sollte an nassen Sand erinnern und sich gut zusammendrücken lassen.
- Die Krümelmasse in die Form geben und auf dem Boden gleichmäßig festdrücken. Ich nehme dafür gern ein umgedrehtes Glas, damit die Fläche schön eben wird und die Ecken nicht zu locker bleiben.
Löffelbiskuits einlegen
- Espresso und 125 ml Marsala in einer flachen Schüssel verrühren. Die Löffelbiskuits einzeln nur ganz kurz eintauchen und direkt auf den Keksboden legen. Falls nötig, die Biskuits halbieren, damit eine möglichst geschlossene Schicht entsteht.
- Hier nicht zu lange warten. Die Biskuits saugen schnell Flüssigkeit auf, und zu weiche Stücke machen die Zwischenschicht später etwas matschig. Die Form danach kalt stellen. Die restliche Espresso-Mischung ebenfalls abgedeckt in den Kühlschrank stellen.
Die Creme anrühren
- Die Gelatineblätter in kaltem Wasser etwa 5 Minuten einweichen. Währenddessen 250 ml Sahne mit 220 g Zucker in einem kleinen Topf bei mittlerer bis niedriger Hitze erwärmen. Rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Die Mischung soll heiß werden, aber nicht sprudelnd kochen.
- Die Gelatine gut ausdrücken und in die heiße Sahnemischung einrühren, bis sie sich vollständig gelöst hat. Danach die Mischung etwas abkühlen lassen. Sie darf nur noch warm sein. Zu heiß sollte sie nicht in die Frischkäsemasse kommen.
- Frischkäse und Vanille glatt aufschlagen. Dann die warme Sahnemischung in drei Portionen einarbeiten und dazwischen jeweils kurz glattrühren. So verbindet sich alles leichter und es entstehen weniger Klümpchen. Anschließend 700 g Mascarpone und die restlichen 20 ml Marsala unterrühren. Nur so lange, bis eine glatte, dicke Creme entstanden ist. Mascarpone mag kein langes, aggressives Rühren.
Cheesecake füllen und kühlen
- Die Creme auf die Löffelbiskuits geben und die Oberfläche glatt streichen. Direkt mit Frischhaltefolie abdecken, damit sich keine trockene Haut bildet. Dann den Cheesecake über Nacht kalt stellen.
- Diese lange Kühlzeit ist wichtig. Nach ein paar Stunden wirkt die Masse oft schon fest, innen ist sie aber noch nicht vollständig gesetzt. Für schöne Stücke lieber nicht abkürzen.
Ganache zubereiten
- Die gehackte Schokolade in eine hitzebeständige Schüssel geben. 185 ml Sahne erhitzen, bis sie gerade zu simmern beginnt, dann über die Schokolade gießen. Etwa 30 Sekunden stehen lassen und anschließend glatt rühren.
- Die Ganache erst etwas abkühlen lassen. Wenn sie noch zu warm ist, schmilzt die Oberfläche des Cheesecakes an. Sobald sie dickflüssig, aber noch gut gießbar ist, auf dem gekühlten Kuchen verteilen. Danach weitere 2 Stunden kühlen.
Sirup kochen und Oberfläche fertigstellen
- Die übrige Espresso-Marsala-Mischung mit 55 g Zucker in einen kleinen Topf geben und bei mittlerer Hitze erwärmen, bis sich der Zucker löst. Dann etwa 5 Minuten sanft köcheln lassen, bis der Sirup leicht eindickt. Vollständig abkühlen lassen.
- Die restliche Mascarpone locker verrühren und auf der gekühlten Ganache verteilen. Mit einem Löffel kleine Wellen oder Spitzen ziehen. Zum Schluss mit geriebener Schokolade und etwas Kakao bestäuben und vor dem Servieren mit dem Espressosirup beträufeln.
- Für saubere Stücke das Messer zwischen den Schnitten kurz mit heißem Wasser erwärmen und abwischen. Gerade bei Ganache und Mascarpone oben drauf sieht der Anschnitt dann deutlich schöner aus.
Notizen
- Der Tiramisu Cheesecake hält sich gut gekühlt etwa 3 Tage. Am zweiten Tag finde ich ihn geschmacklich fast am besten.
- Wenn du keinen Marsala verwenden möchtest, klappt auch eine alkoholfreie Version mit zusätzlichem Espresso und 1 bis 2 TL Vanille extra. Dann fehlt etwas Tiefe, aber lecker ist es trotzdem.
- Statt Schoko-Butterkeksen kannst du auch dunkle Kakaokekse nehmen. Wichtig ist nur, dass sie trocken genug sind und fein zerkrümelt werden.
- Die Gelatine sorgt hier für Stabilität. Wer mit Pulvergelatine arbeitet, sollte die Menge passend nach Packungsangabe für etwa 1,8 bis 2 kg kalte Masse umrechnen.
- Vor dem Servieren den Kuchen 10 bis 15 Minuten aus dem Kühlschrank nehmen. Dann ist die Creme etwas weicher und aromatischer.
