Cinnamon Roll Cheesecake mit Zimtwirbel und Glasur

Cinnamon Roll Cheesecake mit Zimtwirbel und Glasur

Zimt zählt zu meinen Lieblingsgewürzen. Ich mag einfach den einzigartigen Geruch und Geschmack von Zimt. Und man kann es wahnsinnig vielfältig verwenden: Ob als klassischen Zimtzucker für Apfelküchle oder Milchreis, als Gewürz in Glühwein oder Pflaumenkompott oder aber auch herzhaft, zum Beispiel, um der Fleischsauce in einer griechischen Moussaka einen ganz besonderen Twist zu geben. Zimt geht bei mir (fast) immer!

Außerdem habe ich bei meinem Schüleraustausch in den USA (lang, lang ist’s her!) Cinnamon Rolls, also Zimtschnecken kennen gelernt. Ich wohnte für ein Jahr als Austauschschülerin bei meiner Millers-Family in einem kleinen Ort in Wisconsin und meine „American Mum“ Alice hat fast jedes Wochenende ihre berühmten Zimtschnecken gebacken! Die waren weich, saftig, süß und voller Zimtgeschmack. Und dann kam noch ein Guß bzw. Topping aus Frischkäsecreme drauf… Ich sag’s euch: Es läuft mir jetzt schon wieder das Wasser im Mund zusammen wenn ich nur dran denke! Und ich vermisse Alice, Poppa Joe, Mary und Joe jr so much…!

Der Cinnamon-Roll-Cheesecake in diesem Rezept bringt bei mir also so eine Art 2.-Heimatgeühl hervor und erinnert mich daran, wie toll die Zeit in den Staaten für mich wahr und wie sehr ich die Zeit bei den Millers und in der High School genossen habe.

Bevor ich hier jetzt aber gleich in Tränen aufgelöst bin, zurück zum Cheesecake…

Dieser Zimtschnecken-Cheesecake hat nun mal einen besonderen Platz in meinem Herzen. Er schmeckt warm, süß, ein bisschen nach sommerlichem Sonntagsfrühstück auf der Terrasse bei den Millers. Abgesehen von den vielen Erinnerungen mag ich aber an dem Cheesecake auch, dass er nicht einfach nur nach Zimt schmeckt, sondern wirklich diesen weichen, leicht buttrigen Eindruck von amerikanischen Zimtschnecken mitbringt. Dazu kommt die typische Cheesecake-Creme, glatt, mild und schön kühl aus dem Kühlschrank. Das ist kein Kuchen, den man nebenbei schnell anschneidet und vergisst. Der bleibt auf dem Tisch präsent. Und meistens ist das zweite Stück schneller weg als das erste.

Was hier geschmacklich passiert

Der Boden ist schlicht, süß, buttrig und bewusst eher zurückhaltend. Das passt gut, weil die Füllung und der Zimtwirbel wirklich mehr als genug Aroma mitbringen. In der Creme steckt saure Sahne, dadurch wird der Kuchen nicht zu schwer und bekommt diese leicht frische Note, die ich bei gebackenen Cheesecakes wirklich gern mag. Der Zimtteil zieht sich in feinen Linien und kleinen Taschen durch die Masse. Mal erwischt man eine intensivere Stelle, mal mehr von der puren Frischkäsecreme. Genau das macht ihn beim Essen spannend.

Die Glasur oben drauf erinnert dann sofort an klassische Cinnamon Rolls. Ich würde sie hier auch nicht weglassen. Ohne sie ist der Kuchen gut, mit ihr wirkt alles runder. Sie bringt Süße nach oben, optisch natürlich auch was, und dieses leicht nostalgische Bäckerei-Gefühl.

Warum der Cheesecake gut funktioniert

Bei solchen Rezepten hilft es sehr, die Zutaten rechtzeitig aus dem Kühlschrank zu holen. Frischkäse und Eier auf Raumtemperatur lassen sich deutlich glatter verrühren, und man hat später weniger kleine Klümpchen in der Masse. Ich rühre Cheesecake-Füllungen außerdem nie unnötig lange. Sobald alles glatt ist, höre ich auf. Zu viel Luft in der Creme klingt erstmal harmlos, sorgt beim Backen aber gern für Risse oder eine unruhige Oberfläche.

Der Zimtwirbel besteht, wie bei klassischen Zimtschnecken, nur aus braunem Zucker, Zimt und Butter. Mehr braucht es auch nicht. Die Mischung sollte streichfähig, aber nicht flüssig sein. Wenn sie zu dünn wird, sinkt sie schneller ab und man bekommt statt schöner Wirbel eher ungleichmäßige Schichten. Ich setze sie deshalb eher klecksweise auf und ziehe dann mit einem Messer nur locker durch die Masse. Weniger ist da wirklich mehr.

Backen und Kühlen ohne Stress

Ein gebackener Cheesecake darf in der Mitte am Ende noch leicht wackeln. Wenn der Rand gesetzt ist und die Mitte sanft nachgibt, passt es meistens schon. Im Kühlschrank zieht der Kuchen dann weiter an. Wird er zu lange gebacken, verliert er schnell diese angenehme, fast samtige Konsistenz und geht eher in Richtung trocken. Das wäre hier schade.

Praktisch ist auch das langsame Abkühlen im Ofen mit leicht geöffneter Tür. Das steht im Rezept nicht ohne Grund. Der Temperaturwechsel ist bei Cheesecake oft der Moment, in dem Risse entstehen. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, kann zusätzlich ein Wasserbad nutzen oder wenigstens eine ofenfeste Form mit heißem Wasser auf die untere Schiene stellen. Ich mache das besonders dann, wenn der Kuchen für Gäste gedacht ist und oben möglichst glatt bleiben soll.

Wann ich ihn besonders gern mache

Dieser Cinnamon Roll Cheesecake passt erstaunlich gut in die kühleren Monate, aber ehrlich gesagt bleibt er auch im Frühling nicht lange stehen. Zimt wird ja oft sofort als Herbst- oder Wintergewürz einsortiert, dabei funktioniert er hier viel feiner als in manch schwerem Weihnachtsgebäck. Der Kuchen hat zwar Wärme im Aroma, wirkt aber durch die Frischkäsefüllung trotzdem frisch genug für jede Jahreszeit.

Für Freunde backe ich ihn besonders gern, wenn ich etwas möchte, das vertraut schmeckt, aber auf dem Tisch trotzdem ein bisschen nach mehr aussieht. Er hat diese hübschen Wirbel innen, die Glasur oben, dazu eine schöne Höhe. Man muss nicht viel dekorieren. Ein paar saubere Stücke, vielleicht noch etwas extra Zimt auf der Glasur, und fertig. In meiner eher kleinen Küche mag ich solche Rezepte sehr, weil sie ohne komplizierte Deko auskommen und trotzdem nach Anlass aussehen.

Cinnamon Roll Cheesecake auf einer Kuchenplatte mit weißer Glasur, sichtbaren Zimtwirbeln im Anschnitt und goldbraunem Keksboden

Cinnamon Roll Cheesecake mit Zimtwirbel und Glasur

Es gibt Kuchen, bei denen schon beim Rühren klar ist, in welche Richtung das geht. Warm, süß, ein bisschen nach Sonntagsfrühstück und noch mehr nach Nachschlag. Genau so ist dieser Cinnamon Roll Cheesecake. Ich mag an ihm, dass er nicht einfach nur nach Zimt schmeckt, sondern wirklich diesen weichen, leicht buttrigen Eindruck von Zimtschnecken mitbringt. Dazu kommt die typische Cheesecake-Creme, glatt, mild und schön kühl aus dem Kühlschrank. Das ist kein Kuchen, den man nebenbei schnell anschneidet und vergisst. Der bleibt auf dem Tisch präsent. Und meistens ist das zweite Stück schneller weg als das erste.
Portionen: 12 Stück
Art: Bake Cheesecakes
Küche: mittelschwer

Zutaten:
  

Für den Boden
  • 280 g Graham-Cracker-Brösel
  • 140 g Butter, geschmolzen
  • 60 g Zucker
Für die Füllung
  • 795 g Frischkäse, zimmerwarm
  • 235 g Zucker
  • 4 große Eier
  • 280 g saure Sahne
  • 5 ml Vanilleextrakt
Für den Zimtwirbel
  • 140 g brauner Zucker
  • 25 g Zimt
  • 70 g Butter sehr weich
Für die Glasur
  • 140 g Puderzucker
  • 30 bis 45 ml Milch
  • 2,5 ml Vanilleextrakt

Kochutensilien

  • Springform 26 cm
  • Backpapier
  • Handmixer
  • 2 Rührschüsseln
  • Kleine Schüssel
  • Schneebesen
  • Backblech

Und so wird’s gemacht:
 

Boden vorbereiten
  1. Den Ofen auf 165 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Die Springform einfetten und den Boden mit Backpapier auslegen. Ich klemme das Papier gern direkt im Rand ein, dann verrutscht nichts und der Kuchen lässt sich später sauber lösen.
  2. Die Graham-Cracker-Brösel mit geschmolzener Butter und Zucker verrühren, bis alles gleichmäßig feucht aussieht. Die Mischung in die Form geben und fest auf dem Boden andrücken. Das klappt mit einem Löffel, noch gleichmäßiger wird es aber mit dem Boden eines Glases oder Messbechers.
  3. Den Boden 10 Minuten vorbacken. Danach aus dem Ofen nehmen und etwas abkühlen lassen. So wird er stabiler und bleibt unter der Füllung schön zusammenhängend.
Creme anrühren
  1. Frischkäse und Zucker in einer großen Schüssel glatt rühren. Nicht zu lange aufschlagen, eher ruhig und gleichmäßig arbeiten. Sobald die Masse cremig ist, reicht das schon.
  2. Die Eier einzeln dazugeben und jeweils nur kurz einarbeiten. Danach saure Sahne und Vanille unterrühren, bis eine glatte Füllung entsteht. Wenn alle Zutaten Zimmertemperatur haben, wird die Creme deutlich feiner und man spart sich hektisches Nachrühren.
Zimtmasse mischen
  1. Braunen Zucker, Zimt und die sehr weiche Butter in einer kleinen Schüssel verrühren. Die Mischung sollte dick, aber gut verteilbar sein. Falls sie sehr fest wirkt, einfach ein paar Sekunden stehen lassen, dann verbindet sich alles meist noch besser.
Cheesecake einsetzen und marmorieren
  1. Die Hälfte der Cheesecake-Masse auf den abgekühlten Boden geben und glatt streichen. Dann kleine Löffelchen der Zimtmischung darauf verteilen. Mit einem Messer oder Holzstäbchen locker durchziehen. Nicht zu gründlich marmorieren, sonst verschwinden die Kontraste.
  2. Die restliche Füllung daraufgeben und wieder portionsweise Zimtmasse daraufsetzen. Noch einmal sanft Wirbel ziehen.
Backen und langsam abkühlen
  1. Die Springform auf ein Backblech stellen und den Cheesecake 55 Minuten backen. Die Mitte darf am Ende noch leicht wackeln, der Rand sollte aber gesetzt sein. Wer Risse möglichst vermeiden möchte, stellt zusätzlich eine ofenfeste Form mit heißem Wasser auf die untere Schiene oder backt den Kuchen im Wasserbad. Dann die Springform außen gut mit Alufolie schützen.
  2. Nach der Backzeit den Ofen ausschalten und die Tür einen Spalt öffnen. Den Cheesecake 1 Stunde im Ofen ruhen lassen. Dieses langsame Abkühlen macht wirklich einen Unterschied, vor allem bei großen gebackenen Cheesecakes.
  3. Anschließend den Kuchen komplett auskühlen lassen und danach mindestens 4 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank kühlen. Am nächsten Tag lässt er sich fast immer noch sauberer schneiden.
Glasur rühren und servieren
  1. Für die Glasur Puderzucker, Milch und Vanille verrühren, bis eine glatte, dickflüssige Mischung entsteht. Je nach gewünschter Konsistenz noch wenig Milch ergänzen. Ich mag sie eher so, dass sie sich in Linien über den Kuchen zieht und nicht sofort komplett verläuft.
  2. Die Glasur über den gut gekühlten Cheesecake geben. Vor dem Anschneiden noch einmal 30 Minuten stehen lassen. Für saubere Stücke das Messer zwischendurch kurz abwischen, dann bleiben die Schichten und Wirbel schöner sichtbar.

Notizen

  • Der Cinnamon Roll Cheesecake hält sich im Kühlschrank gut 3 Tage und sollte abgedeckt gelagert werden.
  • Wer mehr Zimtaroma möchte, kann kurz vor dem Servieren noch etwas gemahlenen Zimt über die Glasur sieben.
  • Statt Graham Crackern funktionieren auch Butterkekse oder Vollkornkekse gut. Der Geschmack wird dann etwas anders, aber weiterhin stimmig.
  • Wenn du den Cheesecake einen Tag vorher backst, ist die Konsistenz meist sogar besser. Er wird fester, ohne trocken zu werden.
  • Für eine besonders glatte Oberfläche lohnt sich ein Wasserbad oder wenigstens eine Schale heißes Wasser im Ofen.

FAQ (Die häufigsten Fragen)

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Der wichtigste Unterschied zwischen Cheesecake und Käsekuchen liegt in der Hauptzutat der Füllung: Cheesecake wird traditionell mit Frischkäse zubereitet, während klassischer deutscher Käsekuchen meist auf Quark basiert. Dadurch unterscheiden sich beide Kuchen deutlich in Geschmack, Konsistenz und Zubereitung. Cheesecake ist meist cremiger, dichter und reichhaltiger, während Käsekuchen lockerer, luftiger und oft etwas frischer schmeckt.

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Viele typische Cheesecake-Zutaten lassen sich problemlos ersetzen, wenn du gerade nicht alles im Haus hast oder ein bestimmtes Produkt im Supermarkt nicht findest. Frischkäse kann häufig durch Mascarpone, Quark oder Ricotta ersetzt werden, Graham Cracker lassen sich sehr gut durch Butterkekse, Vollkornkekse oder Digestive-Kekse austauschen, und Quark kann je nach Rezept durch Frischkäse, Skyr oder griechischen Joghurt ersetzt werden. Wichtig ist dabei: Jede Alternative verändert den Cheesecake leicht – manchmal in Geschmack und Süße, manchmal aber auch deutlich bei Konsistenz, Kalorien und Backverhalten.

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Ein Cheesecake ist fertig gebacken, wenn die Ränder fest wirken, die Mitte beim leichten Rütteln aber noch leicht wackelt und nicht komplett starr ist. Genau dieses leicht „wabbelige“ Zentrum ist bei vielen Cheesecake-Rezepten sogar gewünscht, denn der Kuchen gart durch die Resthitze beim Abkühlen noch nach und wird erst während der Kühlzeit vollständig fest. Ist der gesamte Cheesecake bereits im Ofen komplett fest, wurde er häufig schon zu lange gebacken und kann später trocken oder rissig werden.

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Ein Cheesecake reißt meist, wenn er zu heiß, zu lange oder zu ungleichmäßig gebacken wurde. Die häufigsten Ursachen sind eine zu hohe Ofentemperatur, Überbacken oder ein zu schnelles Abkühlen nach dem Backen. Dabei trocknet die Oberfläche schneller aus als das Innere des Kuchens und zieht sich unterschiedlich stark zusammen – dadurch entstehen typische Risse auf der Oberfläche.
Aber keine Sorge: Optisch ist das zwar ärgerlich, geschmacklich ist ein gerissener Cheesecake aber meist völlig in Ordnung.

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Ein Cheesecake sollte nach dem Backen zunächst etwa 1 bis 2 Stunden bei Raumtemperatur abkühlen, bevor er in den Kühlschrank kommt. Danach sollte er mindestens 4 Stunden, besser jedoch über Nacht, vollständig durchkühlen, damit er seine endgültige Festigkeit und cremige Konsistenz entwickelt. Direkt nach dem Backen wirkt ein Cheesecake oft noch weich und leicht wackelig – das ist völlig normal. Erst durch das langsame Abkühlen und anschließende Kühlen wird er wirklich schnittfest.

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Cheesecake sollte immer im Kühlschrank aufbewahrt werden, da er durch Zutaten wie Frischkäse, Quark, Eier oder Sahne sehr empfindlich ist. Am besten lagerst du ihn gut abgedeckt oder in einer luftdichten Kuchenbox, damit er keine Fremdgerüche annimmt und nicht austrocknet. Im Kühlschrank hält sich Cheesecake in der Regel etwa 3 bis 5 Tage frisch, je nach Rezept und verwendeten Zutaten.

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Ja, Cheesecake lässt sich in den meisten Fällen sehr gut einfrieren. Sowohl gebackene als auch viele No-Bake-Cheesecakes können problemlos mehrere Wochen bis Monate tiefgekühlt werden, wenn sie richtig verpackt sind. Wichtig ist vor allem, den Cheesecake vollständig abkühlen zu lassen, ihn luftdicht zu verpacken und später langsam im Kühlschrank wieder aufzutauen. So bleiben Geschmack und Konsistenz meist erstaunlich gut erhalten.

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Du hast noch mehr Fragen? Besuche meine ausführliche FAQ-Rubrik! Dort findest Du Antworten auf viele der häufigsten Fragen zum Thema Cheesecake und Käsekuchen.