Eierlikör Käsekuchen mit Sahnequark

Es gibt Rezepte, die wirken erst einmal ganz schlicht und bleiben dann trotzdem lange im Kopf. Genau so ist dieser Eierlikör Käsekuchen mit Sahnequark für mich. Er hat keine komplizierten Schichten, keinen aufwendigen Boden und braucht trotzdem nicht viel, um auf dem Tisch richtig gut auszusehen. Die Füllung ist locker, cremig und durch den Eierlikör angenehm rund im Geschmack. Ich mag solche Kuchen besonders gern, wenn Besuch kommt und ich etwas backen will, das vertraut wirkt, aber nicht langweilig ist. Mit einer Schicht Sahne obendrauf und einem kleinen Extra Eierlikör beim Servieren hat er fast schon etwas Festliches.
Was hier den Unterschied macht
Dieser Eierlikör Käsekuchen lebt von seiner eher leichten, fast schon mousseartigen Struktur. Das liegt an dem steif geschlagenen Eiweiß, das erst zum Schluss untergehoben wird. Dadurch wird die Quarkmasse nicht zu kompakt, sondern bleibt weich und luftig, ohne instabil zu werden. Gerade bei Sahnequark ist das eine schöne Lösung, weil der Kuchen so zwar satt cremig schmeckt, aber nicht schwer wirkt.
Wichtig ist dabei, den Eischnee wirklich nur vorsichtig unterzuheben. Ich rühre hier lieber nicht hektisch, sondern arbeite mit einem Teigschaber in mehreren Portionen. So bleibt möglichst viel Luft in der Masse.
So schmeckt der Eierlikör Käsekuchen
Geschmacklich geht er in eine milde, vanillige Richtung, mit dieser typischen warmen Eierlikörnote, die sofort ein bisschen nach Sonntagskuchen aussieht und schmeckt. Der Zuckerrand an der Form ist ein kleines Detail, das ich bei solchen Rezepten sehr mag, weil er außen eine feine goldene Hülle gibt. Zusammen mit der frisch geschlagenen Sahne passt das besonders gut.
Am nächsten Tag schmeckt der Kuchen übrigens fast noch besser, weil sich die Aromen dann noch etwas runder verbinden. Wer mag, serviert jede Scheibe mit einem kleinen zusätzlichen Löffel Eierlikör. Mehr braucht es eigentlich nicht.
Warum das Rezept gut funktioniert
Hier kommen keine exotischen Zutaten vor, und genau das macht den Kuchen so alltagstauglich. Die Masse ist schnell zusammengerührt, man braucht keinen Boden vorzubereiten und auch kein Wasserbad. Trotzdem lohnt es sich, auf ein paar Kleinigkeiten zu achten: Die Eier sollten sich sauber trennen lassen, der Eischnee muss stabil sein und der Kuchen darf nach dem Backen langsam im ausgeschalteten Ofen herunterkühlen. Das hilft dabei, dass die Oberfläche ruhiger bleibt und der Cheesecake gleichmäßiger auskühlt.
In einer kleinen Küche mag ich solche unkomplizierten Abläufe besonders gern. Wenig Teile, wenig Chaos, aber am Ende ein Kuchen, den man sehr gut auf eine Kaffeetafel stellen kann.
Eierlikör Käsekuchen mit Sahnequark
Zutaten:
Kochutensilien
Und so wird’s gemacht:
- Den Boden der Springform mit Backpapier auslegen. Den Rand leicht einfetten und mit etwas Zucker ausstreuen. Überschüssigen Zucker kurz abklopfen. Den Backofen auf 160 °C Ober-/Unterhitze oder 140 °C Umluft vorheizen.
- Den Sahnequark mit 115 ml Eierlikör in einer großen Schüssel glatt rühren. Am besten nur so lange rühren, bis die Masse homogen ist. So bleibt sie später schön ruhig und bekommt nicht unnötig viel Luft.
- Die Eier trennen. Das Eiweiß in einer fettfreien Schüssel steif schlagen. Dabei 115 g Zucker und 10 g Vanillezucker langsam einrieseln lassen und weiterschlagen, bis der Schnee glänzt und der Zucker sich weitgehend gelöst hat.
- In einer zweiten Schüssel die Eigelbe mit 95 g Zucker hell und cremig aufschlagen. Dann die Quark-Eierlikör-Mischung unterrühren. Das Mehl kurz unterarbeiten, bis keine trockenen Stellen mehr zu sehen sind.
- Den Eischnee in zwei bis drei Portionen vorsichtig unter die Quarkmasse heben. Hier lohnt sich etwas Geduld: Nicht kräftig rühren, sondern mit dem Teigschaber von unten nach oben arbeiten, damit die luftige Struktur erhalten bleibt.
- Die Masse in die vorbereitete Form füllen und glatt streichen. Den Eierlikör Käsekuchen auf mittlerer Schiene etwa 75 Minuten backen. In der Mitte darf er zum Schluss noch leicht wackeln, denn beim Abkühlen zieht er weiter an.
- Den Ofen ausschalten und die Tür einen kleinen Spalt öffnen. Den Kuchen noch etwa 30 Minuten im Ofen stehen lassen. Dieses langsame Abkühlen hilft oft dabei, Risse zu vermeiden. Danach aus dem Ofen nehmen, vorsichtig aus der Form lösen und vollständig auskühlen lassen.
- Die Schlagsahne mit dem restlichen Vanillezucker oder Vanilleextrakt steif schlagen und den ausgekühlten Kuchen damit garnieren. Wer mag, träufelt kurz vor dem Servieren noch etwas Eierlikör darüber.
- Für saubere Stücke das Messer zwischen den Schnitten kurz abwischen. Der Kuchen schmeckt leicht gekühlt besonders gut.
Notizen
- Der Eierlikör Käsekuchen lässt sich sehr gut am Vortag backen und erst kurz vor dem Servieren mit Sahne dekorieren.
- Statt Sahnequark funktioniert auch eine Mischung aus Quark und Frischkäse, dann wird die Füllung etwas dichter.
- Wichtig ist, den Eischnee nur vorsichtig unterzuheben, damit der Kuchen seine lockere Struktur behält.
- Im Kühlschrank hält sich der Cheesecake etwa 2 bis 3 Tage. Die Sahne am besten frisch auftragen.
- Wer den Eierlikörgeschmack etwas kräftiger mag, kann beim Servieren jede Scheibe mit wenig zusätzlichem Eierlikör abrunden.