Giotto-Cheesecake mit Haselnusscreme

Ein Giotto-Cheesecake stand schon länger auf meiner Liste, weil ich Haselnuss in Kuchen einfach wahnsinnig gern mag. Gerade bei gebackenen Cheesecakes finde ich diese Richtung besonders schön, wenn die Füllung nicht zu schwer wird, aber trotzdem dicht, cremig und aromatisch ist. Genau das passiert hier. Der Boden bringt etwas Biss mit, die Creme ist mild und weich, und obendrauf kommt noch eine glänzende Schicht Haselnusscreme. Das ist definitiv kein zurückhaltender Kuchen, sondern einer für alle, die nussige Desserts lieben und bei Giotto, Haselnusscreme und Cheesecake sofort schwach werden.
Was hier geschmacklich passiert
Der Giotto-Cheesecake schmeckt deutlich nach Haselnuss, aber nicht auf eine trockene oder zu süße Art. Durch die Mischung aus Magerquark, etwas cremigerem Quark und Frischkäse bleibt die Füllung angenehm ausgewogen. Ich mag besonders, dass die Haselnusscreme in der Masse nicht nur Süße bringt, sondern auch dieses runde, leicht geröstete Aroma. Der Keksboden mit gemahlenen Haselnüssen passt dazu richtig gut und macht den Kuchen stimmig bis zum letzten Stück.
Warum das Rezept in der Küche gut funktioniert
Praktisch ist hier, dass der Boden kurz vorgebacken wird. Dadurch bleibt er stabil und weicht später nicht so schnell durch. Die Creme lässt sich am besten mit Zutaten auf Raumtemperatur anrühren, dann wird sie glatter und man muss nicht ewig rühren. Das ist gerade bei Cheesecake wichtig, weil zu viel eingeschlagene Luft beim Backen eher für Risse sorgt. Ich lasse solche Kuchen grundsätzlich lieber über Nacht kühlen. Am nächsten Tag ist die Konsistenz einfach besser, und der Guss lässt sich viel sauberer verstreichen.
Servieren und kleine Extras
Am schönsten finde ich den Kuchen gut gekühlt, wenn der Guss schon leicht angezogen hat. Wer mag, kann beim Servieren noch ein paar gehackte Haselnüsse oder einige Giotto-Kugeln daraufsetzen. Für eine größere Runde ist das ein sehr dankbarer Kuchen, weil er sich wunderbar vorbereiten lässt und nach ein paar Stunden im Kühlschrank eher noch gewinnt als verliert.
Name
Zutaten:
Kochutensilien
Und so wird’s gemacht:
- Den Backofen auf 170 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Boden der Springform mit Backpapier auslegen.
- Butterkekse fein zerkrümeln und mit den gemahlenen Haselnüssen mischen. Die geschmolzene Butter dazugeben und alles verrühren, bis die Mischung an feuchten Sand erinnert. In die Springform geben und gleichmäßig festdrücken. Mit dem Boden eines Glases klappt das in einer kleinen Küche immer besonders sauber und schnell.
- Den Boden 5 bis 7 Minuten vorbacken. Danach aus dem Ofen nehmen und kurz abkühlen lassen.
- Magerquark, Quark, Frischkäse, Eier, Zucker, Schlagsahne, Sonnenblumenöl, Milch und Vanillepuddingpulver in eine große Schüssel geben und nur so lange verrühren, bis eine glatte Masse entsteht. Lieber nicht unnötig lange aufschlagen, damit nicht zu viel Luft in die Creme kommt.
- Die Haselnusscreme kurz unterheben, bis sie gleichmäßig verteilt ist. Wenn sie sehr fest ist, kann man sie vorher ein paar Sekunden anwärmen, dann lässt sie sich leichter einarbeiten.
- Die Creme auf den vorgebackenen Boden geben und glatt streichen. Den Cheesecake auf mittlerer Schiene etwa 55 bis 60 Minuten backen. Wer eine besonders sanfte Hitze im Ofen möchte, stellt eine ofenfeste Form mit heißem Wasser auf den Ofenboden. Das hilft oft für eine cremigere Textur.
- Der Kuchen darf in der Mitte am Ende noch leicht wackeln. Er zieht beim Abkühlen deutlich an. Nach der Backzeit den Ofen ausschalten, die Tür einen Spalt öffnen und den Cheesecake noch etwa 15 Minuten im Ofen stehen lassen. So kühlt er langsamer ab und bekommt meist eine schönere Oberfläche.
- Den Kuchen danach vollständig bei Zimmertemperatur auskühlen lassen. Anschließend mindestens über Nacht in den Kühlschrank stellen. Für saubere Stücke lohnt es sich wirklich, ihm diese Zeit zu geben.
- Die Haselnusscreme für den Guss vorsichtig erwärmen, bis sie streichfähig ist. Gleichmäßig auf dem gut gekühlten Cheesecake verteilen und noch einmal kurz kalt stellen, damit die Oberfläche leicht anzieht.
- Den Giotto-Cheesecake vor dem Anschneiden aus der Form lösen. Für besonders saubere Stücke das Messer zwischen den Schnitten kurz mit warmem Wasser abspülen und abwischen.
Notizen
- Der Cheesecake lässt sich sehr gut am Vortag vorbereiten und schmeckt am nächsten Tag sogar noch runder.
- Wenn du den Haselnussgeschmack etwas kräftiger möchtest, kannst du den Boden mit ein paar zusätzlichen gehackten gerösteten Haselnüssen ergänzen.
- Die Haselnusscreme für den Guss nur sanft erwärmen und nicht zu heiß machen, sonst wird sie zu flüssig und läuft an den Seiten schnell herunter.
- Im Kühlschrank hält sich der Kuchen problemlos 2 bis 3 Tage, gut abgedeckt am besten.
- Zum Servieren passen gehackte Haselnüsse, Giotto-Kugeln oder auch ein Klecks nur leicht geschlagene Sahne.