Melopita Naxou mit Honig und Ricotta

Melopita Naxou ist einer dieser Käsekuchen, die auf den ersten Blick fast schlicht wirken und genau deshalb so viel Charme haben. Kein Boden, keine aufwendigen Schichten, kein großes Tamtam. Stattdessen eine weiche, leicht puddingartige Käsemasse mit Honig, Ei und einem Hauch Zimt. Ich mag solche traditionellen Rezepte sehr, gerade weil sie mit wenigen Zutaten auskommen und trotzdem ganz eigen schmecken. Wenn man gern über den klassischen Frischkäse-Cheesecake hinaus backt, ist diese griechische Melopita eine richtig schöne Abwechslung für den Kuchenteller.
Was ich an der Melopita besonders mag
Im Gegensatz zu vielen amerikanischen Cheesecakes ist die Melopita Naxou deutlich leichter und direkter im Geschmack. Der Käse steht klar im Vordergrund, der Honig bringt nicht nur Süße, sondern auch ein warmes, fast blumiges Aroma mit. Dazu kommt etwas Zimt, der hier eher leise mitläuft und den Kuchen nicht dominiert.
Ich habe solche puristischen Rezepte besonders gern, wenn ich etwas backen möchte, das ohne viel Vorbereitung auskommt. In einer kleinen Küche ist das ehrlich gesagt manchmal Gold wert. Eine Schüssel, ein Schneebesen oder Handmixer, eine Form, fertig.
So wird die Konsistenz richtig gut
Wichtig ist hier vor allem, dass die Käsemasse glatt gerührt wird, aber nicht unnötig schaumig. Die Melopita soll nach dem Backen weich und sanft sein, nicht luftig wie ein Rührkuchen. In der Mitte darf sie beim Herausnehmen noch leicht nachgeben, denn beim Abkühlen zieht sie deutlich an.
Am besten schmeckt sie leicht abgekühlt oder nach etwas Zeit im Kühlschrank. Dann lässt sie sich sauberer schneiden und der Honig auf der Oberfläche kommt noch besser zur Geltung. Wer mag, gibt vor dem Servieren noch einen kleinen zusätzlichen Klecks Honig darüber.
Ein Kuchen mit Inselcharakter
Melopita Naxou passt für mich besonders gut auf einen sommerlichen Tisch, nach einem unkomplizierten Essen oder einfach dann, wenn man Lust auf etwas Süßes hat, das nicht zu schwer wirkt. Sie erinnert eher an ein traditionelles Dessert als an einen üppigen Festtagskuchen.
Genau das macht sie so sympathisch. Wenige Zutaten, wenig Aufwand und ein Geschmack, der angenehm mild und trotzdem besonders ist.
Melopita Naxou
Zutaten:
Kochutensilien
Und so wird’s gemacht:
- Den Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Eine ofenfeste Backschale oder kleine Auflaufform gründlich mit Butter einfetten, damit sich die Melopita später gut lösen lässt.
- Ricotta oder Anthotyro mit dem Honig in einer Schüssel verrühren. Danach die Eier dazugeben und alles glatt rühren. Am besten nur so lange arbeiten, bis die Masse homogen ist. Zu viel Luft braucht sie nicht.
- Mehl und Zimt zur Käsemasse geben und kurz unterrühren, bis keine Mehlnester mehr zu sehen sind. Die Mischung sollte glatt und eher weichfließend sein.
- Die Masse in die vorbereitete Form geben und die Oberfläche glatt streichen. Die Melopita auf mittlerer Schiene etwa 40 Minuten backen, bis sie goldgelb aussieht. In der Mitte darf sie noch leicht wackeln, denn sie wird beim Abkühlen fester.
- Den Kuchen aus dem Ofen nehmen und erst einmal in der Form abkühlen lassen. Gerade bei solchen weichen Käsekuchen lohnt es sich, nicht zu früh anzuschneiden.
- Vor dem Servieren etwas zusätzlichen Honig darüberträufeln. Wer mag, gibt noch eine kleine Prise Zimt darüber. Leicht abgekühlt schmeckt die Melopita besonders angenehm.
Notizen
- Die Melopita lässt sich gut einige Stunden vor dem Servieren backen und gewinnt beim Durchziehen sogar noch etwas.
- Wenn du Ricotta verwendest, sollte er eher gut abgetropft sein, damit die Masse nicht zu feucht wird.
- Statt Anthotyro funktioniert auch ein milder, nicht zu salziger Frischkäse griechischer Art, falls der Originalkäse schwer zu bekommen ist.
- Für saubere Stücke das Messer zwischen den Schnitten kurz abwischen.
- Die Honigmenge zum Servieren kann je nach Sorte und gewünschter Süße leicht angepasst werden.