Cheesecake mit gerösteter weißer Schokolade und Erdnusskrokant

Cheesecake mit gerösteter weißer Schokolade und Erdnusskrokant

Manchmal fängt ein Rezept schon beim ersten Schritt so gut an, dass ich direkt weiß: Das wird kein stiller, braver Cheesecake. Wenn weiße Schokolade im Ofen langsam dunkler wird und fast karamellig riecht, steht man eh ständig davor und schaut nach. Genau so ging es mir bei diesem Cheesecake mit gerösteter weißer Schokolade und Erdnusskrokant. Er hat etwas Warmes, leicht Toffeeartiges, dazu diesen salzigen Knusper von oben. Nicht unbedingt der Kuchen, den man mal eben zwischen zwei Mails backt. Aber einer, für den man sehr gern Platz in der kleinen Küche macht.

Was hier geschmacklich passiert

Geröstete weiße Schokolade ist anders als normale weiße Schokolade, deutlich sogar. Sie wird beim Rösten dunkler, ein bisschen nussig, fast wie Karamell mit Milchton. Das nimmt der Füllung die vordergründige Süße und macht sie runder. Ich mag das sehr, weil der Cheesecake dadurch nicht nur süß schmeckt, sondern tiefer, voller. Zusammen mit Frischkäse und saurer Sahne bleibt die Creme angenehm ausgewogen.

Der Erdnusskrokant oben drauf bringt dann genau das, was so ein cremiger Kuchen gut gebrauchen kann: Biss. Salzige Erdnüsse, leicht herbe Karamellnoten, dazu diese splitterige Textur. Man bekommt beim Essen also nicht nur weich und cremig, sondern immer wieder kleine knackige Momente. Das ist schon ziemlich gut.

Warum sich der kleine Extra-Aufwand lohnt

Ganz ehrlich, das ist kein schneller Alltagskuchen. Die weiße Schokolade wird erst geröstet, dann wieder geglättet, der Kuchen backt lange und braucht danach noch Ruhe. Und trotzdem mag ich genau solche Rezepte, wenn Freunde kommen und ich etwas auf den Tisch stellen will, das nach mehr aussieht als nach Standardprogramm.

Wichtig ist hier vor allem Geduld. Die geröstete Schokolade sieht zwischendurch leicht krisselig oder fest aus, das ist normal. Ich würde da nicht nervös werden. Über dem Wasserbad wird sie wieder zu einer streichfähigen, feinen Masse. Auch der Cheesecake selbst sollte im Ofen nicht trocken gebacken werden. In der Mitte darf er am Ende noch sanft wackeln. Erst beim langsamen Abkühlen und später im Kühlschrank bekommt er seine richtige Konsistenz.

Ein kleiner Unterschied zum klassischen New-York-Style ist übrigens die Aromatik. Dieser Cheesecake ist weniger frisch-säuerlich, eher weich, karamellig, etwas dichter im Geschmack. Nicht schwer, aber deutlich. Genau das macht ihn so eigen.

Ein paar Dinge, auf die ich achten würde

Der Boden ist hier nicht nur unten, sondern zieht sich auch am Rand hoch. Das sieht schön aus und gibt später etwas mehr Struktur. Beim Andrücken hilft ein Glas mit flachem Boden erstaunlich gut, gerade an den Seiten. Ich stelle die Form danach gern wirklich kalt, damit alles stabil bleibt, während die Füllung gemixt wird.

Bei der Creme sollten Frischkäse und saure Sahne nicht mehr eiskalt sein. Dann wird die Masse glatter und man muss nicht übertrieben lang mixen. Zu viel Luft in der Füllung kann beim Backen eher unschön werden. Ich rühre deshalb nur so lange, bis alles verbunden ist.

Und noch etwas zum Krokant: Er ist schnell gemacht, aber man sollte ihn wirklich erst kurz vor dem Servieren aufstreuen, wenn man den vollen Crunch haben möchte. Im Kühlschrank zieht er sonst Feuchtigkeit. Schmeckt noch gut, klar, aber eben anders.

So würde ich ihn servieren

Ich mag diesen Cheesecake am liebsten gut gekühlt, aber nicht direkt eiskalt aus dem hintersten Kühlschrankwinkel. Zehn Minuten bei Raumtemperatur helfen, damit die Aromen von gerösteter weißer Schokolade besser rauskommen. Für saubere Stücke das Messer kurz in heißes Wasser tauchen und dazwischen abwischen, das macht mehr aus, als man denkt.

Dazu passt Kaffee ziemlich gut, ein kräftiger sogar. Wenn man es etwas festlicher möchte, geht auch ein Espresso nach dem Essen sehr gut dazu. Mehr braucht der Kuchen eigentlich nicht. Kein extra Fruchtspiegel, keine Sahnehaube. Der Erdnusskrokant übernimmt den Auftritt schon ganz alleine.

Cheesecake mit gerösteter weißer Schokolade und Erdnusskrokant auf einer Kuchenplatte, mit cremiger hellbeiger Füllung, hohem Keksrand und knusprigen Krokantstücken als Topping

Cheesecake mit gerösteter weißer Schokolade und Erdnusskrokant

Manchmal fängt ein Rezept schon beim ersten Schritt so gut an, dass ich direkt weiß: Das wird kein stiller, braver Cheesecake. Wenn weiße Schokolade im Ofen langsam dunkler wird und fast karamellig riecht, steht man eh ständig davor und schaut nach. Genau so ging es mir bei diesem Cheesecake mit gerösteter weißer Schokolade und Erdnusskrokant. Er hat etwas Warmes, leicht Toffeeartiges, dazu diesen salzigen Knusper von oben. Nicht unbedingt der Kuchen, den man mal eben zwischen zwei Mails backt. Aber einer, für den man sehr gern Platz in der kleinen Küche macht.
Art: Bake Cheesecakes

Zutaten:
  

Boden
  • 470 g Digestive Kekse
  • 200 g Butter, geschmolzen und leicht abgekühlt
  • 60 g gesalzene Erdnüsse, fein gehackt
Füllung
  • 420 g weiße Kuvertüre, fein gehackt
  • 875 g Frischkäse, zimmerwarm
  • 295 g saure Sahne, zimmerwarm
  • 4 Eier
  • 1 Eigelb
  • 255 g Zucker
Erdnusskrokant
  • 115 g Zucker
  • 95 ml Wasser
  • 70 g Glukosesirup
  • 140 g geröstete Erdnüsse
  • 10 g Butter
  • 1/2 TL Salzflocken
  • 1/8 TL Natron

Kochutensilien

  • Springform 26 cm
  • Backpapier
  • Küchenmaschine oder Mixer
  • großes Backblech
  • hitzebeständige Schüssel
  • Topf
  • kleiner schwerer Topf
  • Zuckerthermometer
  • Ofenblech

Und so wird’s gemacht:
 

Weiße Schokolade rösten
  1. Den Ofen auf 130 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Ein großes Blech mit Backpapier auslegen und die gehackte weiße Kuvertüre möglichst gleichmäßig darauf verteilen.
  2. Die Schokolade zunächst 10 Minuten rösten. Danach herausnehmen und einmal gründlich umrühren. Anschließend wieder in den Ofen geben und weitere 25 Minuten rösten, dabei etwa alle 5 Minuten umrühren und etwas verstreichen. Die Schokolade darf dunkel goldfarben werden und karamellige Stellen entwickeln. Wenn sie zwischendurch krümelig oder fest wirkt, ist das kein Problem.
Geröstete Schokolade glätten
  1. Die geröstete Schokolade in eine hitzebeständige Schüssel geben und über einen Topf mit leicht simmerndem Wasser setzen. Wichtig ist, dass der Schüsselboden das Wasser nicht berührt.
  2. Die Schokolade nun 8 bis 10 Minuten unter Rühren und leichtem Andrücken erwärmen, bis eine feine, streichfähige Paste entsteht. Danach vom Herd nehmen und auf Raumtemperatur abkühlen lassen. Sie sollte nicht mehr warm sein, wenn sie in die Füllung kommt.
Form und Boden vorbereiten
  1. Den Ofen auf 160 °C Ober- und Unterhitze erhöhen. Eine Springform mit 26 cm Durchmesser am Boden mit Backpapier auslegen und den Rand leicht einfetten.
  2. Die Kekse in der Küchenmaschine fein mahlen. Butter und gehackte Erdnüsse dazugeben und kurz untermixen, bis feuchte Krümel entstehen. Die Mischung auf Boden und Rand der Form verteilen und gut andrücken. Für den Rand ruhig mit den Händen arbeiten, für den Boden hilft ein umgedrehtes Glas. Danach die Form kalt stellen, während die Füllung vorbereitet wird.
Creme mixen
  1. Den Frischkäse in die gereinigte Küchenmaschine geben und glatt rühren. Dann die saure Sahne zufügen und kurz vermixen, bis keine Stückchen mehr zu sehen sind.
  2. Jetzt Eier, Eigelb, Zucker und die abgekühlte geröstete weiße Schokolade dazugeben. Alles nur so lange mixen, bis eine glatte, gleichmäßige Masse entstanden ist. Zu langes Aufschlagen würde unnötig Luft einarbeiten, und bei Cheesecake ist etwas weniger oft besser.
Füllen und backen
  1. Die Füllung in die vorbereitete Form geben und die Oberfläche glatt streichen. Die Springform auf ein Ofenblech stellen und in den vorgeheizten Ofen schieben.
  2. Den Cheesecake etwa 1 Stunde und 20 Minuten backen. Er ist fertig, wenn die Ränder gesetzt sind und die Mitte noch leicht wackelt. Genau dieses sanfte Wackeln ist richtig, weil der Kuchen beim Abkühlen noch nachzieht.
Langsam auskühlen und kühlen
  1. Den Ofen ausschalten und den Cheesecake vollständig im Ofen abkühlen lassen. Wer mag, kann die Tür einen kleinen Spalt öffnen, das hilft oft gegen zu starke Temperaturwechsel.
  2. Danach den Kuchen für mindestens 4 Stunden, besser noch etwas länger, kalt stellen, bis er komplett fest ist. Am nächsten Tag lässt er sich fast noch schöner schneiden.
Krokant kochen
  1. Ein Blech oder Brett mit Backpapier auslegen und bereitlegen. Zucker und Wasser in einen kleinen schweren Topf geben und bei niedriger Hitze erwärmen. Dabei rühren, bis sich der Zucker vollständig gelöst hat.
  2. Den Glukosesirup einrühren, dann die Hitze auf mittlere Stufe erhöhen und die Mischung zum Kochen bringen. Nun nicht mehr rühren. Sobald der Sirup etwa 130 °C erreicht, die Erdnüsse zufügen. Weiterkochen, dabei gelegentlich vorsichtig rühren, bis 150 °C erreicht sind.
Krokant fertigstellen
  1. Den Topf vom Herd ziehen. Butter, Salzflocken und Natron einrühren. Die Masse schäumt dabei kurz etwas auf, also nicht erschrecken.
  2. Den Krokant sofort dünn auf das vorbereitete Backpapier gießen und mit einem Messer oder einer Palette vorsichtig verstreichen. Vollständig auskühlen lassen, dann in Stücke brechen oder grob zerkrümeln.
Servieren
  1. Den gut gekühlten Cheesecake aus der Form lösen und auf eine Platte setzen. Den Erdnusskrokant erst kurz vor dem Servieren darüberstreuen, damit er schön knusprig bleibt.
  2. Für saubere Stücke das Messer zwischen den Schnitten abwischen. Gerade bei einer so cremigen Füllung lohnt sich das sehr.

Notizen

  • Der Cheesecake lässt sich wunderbar am Vortag backen. Eigentlich ist das hier sogar die entspanntere Variante.
  • Falls du keine Küchenmaschine verwenden möchtest, klappt die Füllung auch mit einem Handmixer. Dann wirklich nur kurz rühren, bis alles glatt ist.
  • Der Krokant sollte trocken gelagert werden. Im Kühlschrank wird er mit der Zeit weicher, deshalb am besten separat aufbewahren und erst beim Servieren auf den Kuchen geben.
  • Statt gesalzener Erdnüsse im Boden kannst du auch ungesalzene nehmen und eine kleine Prise Salz ergänzen. Ich mag die salzige Note aber ziemlich gern.
  • Wenn du den Rand etwas niedriger machen möchtest, funktioniert der Boden auch nur am Boden plus ein schmaler Keksrand. Dann lässt sich die Form manchmal ein bisschen entspannter füllen.

FAQ (Die häufigsten Fragen)

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Der wichtigste Unterschied zwischen Cheesecake und Käsekuchen liegt in der Hauptzutat der Füllung: Cheesecake wird traditionell mit Frischkäse zubereitet, während klassischer deutscher Käsekuchen meist auf Quark basiert. Dadurch unterscheiden sich beide Kuchen deutlich in Geschmack, Konsistenz und Zubereitung. Cheesecake ist meist cremiger, dichter und reichhaltiger, während Käsekuchen lockerer, luftiger und oft etwas frischer schmeckt.

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Viele typische Cheesecake-Zutaten lassen sich problemlos ersetzen, wenn du gerade nicht alles im Haus hast oder ein bestimmtes Produkt im Supermarkt nicht findest. Frischkäse kann häufig durch Mascarpone, Quark oder Ricotta ersetzt werden, Graham Cracker lassen sich sehr gut durch Butterkekse, Vollkornkekse oder Digestive-Kekse austauschen, und Quark kann je nach Rezept durch Frischkäse, Skyr oder griechischen Joghurt ersetzt werden. Wichtig ist dabei: Jede Alternative verändert den Cheesecake leicht – manchmal in Geschmack und Süße, manchmal aber auch deutlich bei Konsistenz, Kalorien und Backverhalten.

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Ein Cheesecake ist fertig gebacken, wenn die Ränder fest wirken, die Mitte beim leichten Rütteln aber noch leicht wackelt und nicht komplett starr ist. Genau dieses leicht „wabbelige“ Zentrum ist bei vielen Cheesecake-Rezepten sogar gewünscht, denn der Kuchen gart durch die Resthitze beim Abkühlen noch nach und wird erst während der Kühlzeit vollständig fest. Ist der gesamte Cheesecake bereits im Ofen komplett fest, wurde er häufig schon zu lange gebacken und kann später trocken oder rissig werden.

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Ein Cheesecake reißt meist, wenn er zu heiß, zu lange oder zu ungleichmäßig gebacken wurde. Die häufigsten Ursachen sind eine zu hohe Ofentemperatur, Überbacken oder ein zu schnelles Abkühlen nach dem Backen. Dabei trocknet die Oberfläche schneller aus als das Innere des Kuchens und zieht sich unterschiedlich stark zusammen – dadurch entstehen typische Risse auf der Oberfläche.
Aber keine Sorge: Optisch ist das zwar ärgerlich, geschmacklich ist ein gerissener Cheesecake aber meist völlig in Ordnung.

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Ein Cheesecake sollte nach dem Backen zunächst etwa 1 bis 2 Stunden bei Raumtemperatur abkühlen, bevor er in den Kühlschrank kommt. Danach sollte er mindestens 4 Stunden, besser jedoch über Nacht, vollständig durchkühlen, damit er seine endgültige Festigkeit und cremige Konsistenz entwickelt. Direkt nach dem Backen wirkt ein Cheesecake oft noch weich und leicht wackelig – das ist völlig normal. Erst durch das langsame Abkühlen und anschließende Kühlen wird er wirklich schnittfest.

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Cheesecake sollte immer im Kühlschrank aufbewahrt werden, da er durch Zutaten wie Frischkäse, Quark, Eier oder Sahne sehr empfindlich ist. Am besten lagerst du ihn gut abgedeckt oder in einer luftdichten Kuchenbox, damit er keine Fremdgerüche annimmt und nicht austrocknet. Im Kühlschrank hält sich Cheesecake in der Regel etwa 3 bis 5 Tage frisch, je nach Rezept und verwendeten Zutaten.

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Ja, Cheesecake lässt sich in den meisten Fällen sehr gut einfrieren. Sowohl gebackene als auch viele No-Bake-Cheesecakes können problemlos mehrere Wochen bis Monate tiefgekühlt werden, wenn sie richtig verpackt sind. Wichtig ist vor allem, den Cheesecake vollständig abkühlen zu lassen, ihn luftdicht zu verpacken und später langsam im Kühlschrank wieder aufzutauen. So bleiben Geschmack und Konsistenz meist erstaunlich gut erhalten.

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Du hast noch mehr Fragen? Besuche meine ausführliche FAQ-Rubrik! Dort findest Du Antworten auf viele der häufigsten Fragen zum Thema Cheesecake und Käsekuchen.