Kirsch Cheesecake

Kirsch Cheesecake backe ich besonders gern, wenn ich Lust auf etwas Fruchtiges habe, das trotzdem nach klassischem Ofen-Cheesecake schmeckt. Die Füllung kommt hier ohne Boden aus und wirkt dadurch fast ein bisschen puristischer, was ich bei Kirschen sehr mag. Sie bringen genug Aroma mit, vor allem wenn sie vorher kurz eingekocht werden. Genau solche Rezepte gefallen mir im Alltag: nicht überladen, gut vorzubereiten und am nächsten Tag sogar noch besser. Der Kirsch Cheesecake wird angenehm cremig, bleibt in der Mitte leicht weich und bekommt durch das Kirsch-Topping einen schönen Kontrast aus Süße und frischer Frucht.
So schmeckt der Cheesecake
Die Creme ist mild, weich und eher samtig als kompakt. Durch Sahne und Frischkäse bekommt der Kuchen diese ruhige, glatte Textur, die ich bei gebackenen Cheesecakes besonders gern mag. Vanille bleibt im Hintergrund, hebt die Kirschen aber schön an. Obenauf liegt dann die eingekochte Fruchtschicht, die etwas intensiver schmeckt als rohe Kirschen und dem Cheesecake mehr Tiefe gibt.
Warum das Rezept gut funktioniert
Hier passiert eigentlich nicht viel, und gerade das ist der Reiz. Die Füllung wird einfach zusammengerührt, der Kuchen backt ohne komplizierten Aufbau und eine Schale Wasser im Ofen hilft dabei, dass die Hitze etwas sanfter arbeitet. Wichtig ist vor allem, die Zutaten nicht eiskalt zu verwenden. Mit Raumtemperatur wird die Creme deutlich glatter. Beim Backen darf die Mitte noch leicht wackeln, das ist bei diesem Kirsch Cheesecake genau richtig. Er zieht beim Abkühlen und in der Kühlzeit noch sauber an.
Wann ich ihn besonders gern mache
Das ist einer dieser Kuchen, die sich ideal am Vortag vorbereiten lassen. Wenn Freunde zum Kaffee kommen oder später noch ein langes Abendessen ansteht, ist das ziemlich praktisch. Man muss am Serviertag nur noch die Kirschen daraufgeben. Besonders schön sieht der Cheesecake aus, wenn das Topping nicht ganz glatt verteilt wird, sondern ein paar ganze Fruchtstücke sichtbar bleiben.
Zutaten:
Kochutensilien
Und so wird’s gemacht:
- Die entsteinten Kirschen mit 150 g Zucker in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze etwa 15 Minuten einkochen lassen. Dabei nur gelegentlich vorsichtig rühren, damit die Früchte möglichst ganz bleiben. Die Masse soll deutlich saftiger als eine Marmelade bleiben, aber etwas eindicken. Danach vollständig abkühlen lassen. Wer die Schicht glatter mag, kann einen kleinen Teil der Kirschen leicht zerdrücken.
- Die Springform mit Backpapier auslegen. Wenn sich Backpapier nur am Boden befindet, lässt sich der Cheesecake später meist am saubersten lösen. Den Ofen auf 175 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
- Frischkäse, Eier, 150 g Zucker, Schlagsahne und Vanilleextrakt zu einer glatten Masse verrühren. Ich rühre hier lieber nur so lange, bis alles verbunden ist. Zu viel Luft in der Masse kann später eher zu Rissen führen. Raumtemperierte Zutaten helfen dabei, dass die Füllung ohne Klümpchen glatt wird.
- Die Cheesecake-Masse in die vorbereitete Form füllen und die Oberfläche glatt streichen. Eine ofenfeste Form oder ein tiefes Blech mit heißem Wasser auf die untere Schiene stellen. Den Cheesecake auf der mittleren Schiene backen. So bekommt der Ofen etwas Feuchtigkeit, was für ein gleichmäßigeres Ergebnis oft hilfreich ist.
- Den Kirsch Cheesecake etwa 45 Minuten backen. Die Mitte darf am Ende noch leicht wackeln, das soll so sein. Er backt durch die Restwärme noch etwas nach.
- Den Kuchen erst bei Raumtemperatur vollständig auskühlen lassen. Danach mindestens 8 Stunden, am besten über Nacht, im Kühlschrank kühlen. Gerade bei einem Cheesecake ohne Boden lohnt sich diese Zeit, weil die Konsistenz erst dann wirklich sauber und schnittfest wird.
- Den gut gekühlten Cheesecake aus der Form lösen und mit den eingekochten Kirschen bedecken. Für saubere Stücke das Messer zwischen den Schnitten kurz abwischen.
Notizen
- Der Kirsch Cheesecake schmeckt am nächsten Tag fast noch besser, weil die Füllung dann fester und aromatisch ausgewogener ist.
- Wenn frische Kirschen keine Saison haben, klappt das Rezept auch mit aufgetauten TK-Kirschen. Diese vor dem Einkochen kurz abtropfen lassen.
- Wer es etwas weniger süß mag, kann die Zuckermenge im Kirsch-Topping leicht reduzieren, wenn die Früchte sehr reif sind.
- Ich serviere den Cheesecake gern pur oder mit einem kleinen Löffel zusätzlicher Kirschsoße daneben.
- Gut gekühlt hält sich der Kuchen im Kühlschrank etwa 3 Tage.