Karamell Schoko Kaffee Cheesecake ohne Backen

Karamell Schoko Kaffee Cheesecake ohne Backen

Neulich stand bei mir erst Kaffee auf dem Plan und dann plötzlich Kuchen. Passiert ehrlich gesagt nicht selten. Und genau aus so einer Laune heraus mag ich diesen Karamell Schoko Kaffee Cheesecake besonders gern: kräftig, cremig, ein bisschen üppig, aber nicht so schwer, dass man nach einem Stück schon genug hat. Die Schichten wirken auf dem ersten Blick aufwendig, in der Praxis ist das aber gut machbar, selbst wenn die Arbeitsfläche eher knapp ist. Zwischen Schoko-Keksboden, Kaffeecreme, weichen Karamellwirbeln und Ganache passiert ziemlich viel, und gerade das macht ihn für mich so spannend.

Was hier geschmacklich zusammenkommt

Kaffee und Cheesecake funktioniert sowieso. Wenn dann noch Karamell dazukommt, wird es runder, wärmer, fast ein wenig wie ein Dessert aus einem Café, nur eben als richtiger Kuchen. Die Kaffeecreme schmeckt deutlich, aber nicht bitter, vorausgesetzt das Espressopulver wird gut gelöst und nicht einfach trocken in die Masse gekippt. Ich nehme dafür gern wenig heißes Wasser und rühre erst dann weiter. So verteilt sich das Aroma besser.

Die Schokolade bringt Tiefe rein, vor allem über den Boden und die Ganache. Dadurch bleibt der Kuchen nicht bloß süß. Genau das mag ich an solchen Kombinationen: Man hat verschiedene Ebenen im Mund, erst kühl und cremig, dann Karamell, dann hintenraus ein leicht herber Schokoton. Am nächsten Tag ist das sogar oft noch stimmiger.

Ein Cheesecake mit etwas Show, aber ohne Stress

Optisch macht der Karamell Schoko Kaffee Cheesecake ziemlich viel her. Diese Karamellspuren, die leicht über den Rand laufen, ein paar gehackte Schokostücke oben drauf, vielleicht noch etwas Meersalz oder ein paar Sahnetupfen, mehr braucht es eigentlich nicht. Ich stelle so einen Kuchen gern auf den Tisch, wenn Freunde kommen und man nicht noch fünf andere Desserts braucht. Einer reicht dann meistens völlig.

Trotzdem ist das Rezept alltagstauglich. Der Boden wird nur angedrückt, die Creme wird zusammengerührt, die Ganache ist in ein paar Minuten fertig. Wichtiger als Tempo ist hier eher die Kühlzeit. Für spontane Gäste also eher schwierig. Für einen Samstagabend oder wenn man am Vortag schon etwas vorbereiten möchte, richtig gut.

So wird die Konsistenz richtig schön

Bei No-Bake-Cheesecakes kommt es stark auf Temperatur und Ruhe an. Der Frischkäse sollte weich sein, aber nicht warm. Die Sahne muss dagegen wirklich kalt sein, sonst wird sie nicht stabil genug. Ich rühre die Frischkäsemasse erst glatt und hebe die geschlagene Sahne dann nur noch vorsichtig unter. Wenn man zu lange mixt, verliert die Füllung schnell an Luftigkeit und wird unnötig weich.

Auch beim Karamell lohnt sich ein kurzer Blick auf die Konsistenz. Ist die Sauce sehr flüssig, sinkt sie leichter ein und macht die Schichten unruhig. Ist sie etwas dicker, lassen sich schöne Wirbel ziehen. Die Ganache sollte vor dem Verteilen nur noch leicht warm sein. Zu heiß würde sie die Oberfläche der Creme anlösen, zu kalt wird sie stumpf und zieht nicht mehr schön glatt. Klingt nach Kleinigkeit, macht aber viel aus.

Wenn du den Karamell Schoko Kaffee Cheesecake sauber schneiden willst, hilft ein großes Messer, das kurz in heißes Wasser getaucht und zwischendurch abgewischt wird. Gerade bei Ganache oben drauf sieht man sonst jeden kleinen Widerstand.

Karamell Schoko Kaffee Cheesecake mit dunklem Keksboden, cremiger Kaffee-Füllung, glänzender Schokoladenganache, Karamell-Drip und gehackter Schokolade auf der Oberfläche

Karamell Schoko Kaffee Cheesecake ohne Backen

:
Vorbereitungszeit 30 Minuten
Ruhezeit (mindestens) 6 Stunden 30 Minuten
Gesamtzeit 7 Stunden
Portionen: 12 Stücke
Art: No-Bake Cheesecakes
Küche: mittelschwer

Zutaten:
  

Für den Boden
  • 390 g Schoko-Keksbrösel
  • 225 g Butter, geschmolzen
  • 55 g Zucker
Für die Kaffeecreme
  • 795 g Frischkäse, zimmerwarm
  • 235 g Puderzucker
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 15 g Instant-Espressopulver
  • 30 ml heißes Wasser
  • 525 ml Schlagsahne, kalt
Optional für mehr Tiefe
  • 70 ml Kaffeelikör
Für die Karamellschicht
  • 240 ml Karamellsauce
Für die Ganache
  • 225 g Zartbitter-Schokolade, gehackt
  • 180 ml Schlagsahne
  • 15 g Butter
Für das Topping
  • 120 g gehackte Schokolade
  • 120 bis 180 ml Karamellsauce

Kochutensilien

  • Springform 26 cm
  • Backpapier
  • Handmixer
  • Rührschüsseln
  • kleiner Topf

Und so wird’s gemacht:
 

Boden vorbereiten
  1. Die Springform mit Backpapier auslegen. Ich klemme meist nur den Boden ein und fette den Rand nicht extra, das funktioniert hier gut.
  2. Schoko-Keksbrösel, geschmolzene Butter und Zucker verrühren, bis die Mischung an feuchten Sand erinnert. Dann in die Form geben und am Boden fest andrücken, dabei gern einen kleinen Rand hochziehen. Mit dem Boden eines Glases oder einem Messbecher klappt das gleichmäßiger als mit einem Löffel.
  3. Den Boden für etwa 20 bis 30 Minuten in den Kühlschrank oder für 10 Minuten ins Gefrierfach stellen. So bleibt er stabil, wenn die Füllung daraufkommt.
Espresso anrühren
  1. Das Espressopulver mit dem heißen Wasser glatt rühren und kurz abkühlen lassen. So verteilt sich das Aroma später besser in der Creme. Wer kräftigeren Kaffeegeschmack mag, kann zusätzlich den Kaffeelikör verwenden.
Kaffeecreme rühren
  1. Den Frischkäse in einer großen Schüssel glatt rühren, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Raumtemperatur hilft hier wirklich, sonst muss man zu lange mixen.
  2. Puderzucker, Vanille und den gelösten Espresso dazugeben und nur so lange rühren, bis alles cremig verbunden ist. Falls du Kaffeelikör verwendest, jetzt einrühren. Nicht unnötig lange schlagen, damit die Masse nicht zu weich wird.
  3. In einer zweiten Schüssel die kalte Schlagsahne steif schlagen. Anschließend portionsweise unter die Frischkäsemasse heben. Ich mache das lieber mit einem Teigschaber als mit dem Mixer, damit die Creme luftig bleibt und trotzdem stabil genug wird.
Schichten und marmorieren
  1. Die Hälfte der Kaffeecreme auf den gekühlten Boden geben und glatt streichen. Darauf etwa die Hälfte der Karamellsauce in lockeren Linien oder Klecksen verteilen. Mit einem Messer nur leicht durchziehen, damit ein sanfter Wirbel entsteht und nicht alles ineinander verschwindet.
  2. Die restliche Creme daraufgeben und wieder glatt ziehen. Nach Belieben noch etwas Karamell darübergeben und ein zweites Mal vorsichtig marmorieren. Wenn die Oberfläche nicht hundertprozentig glatt ist, ist das hier gar nicht schlimm, unter der Ganache sieht man davon später kaum noch etwas.
Ganache zubereiten
  1. Die Schokolade fein hacken und in eine hitzebeständige Schüssel geben. Die Sahne in einem kleinen Topf nur bis kurz vors Köcheln erhitzen, nicht sprudelnd kochen lassen.
  2. Die heiße Sahne über die Schokolade gießen und 2 Minuten stehen lassen. Danach von der Mitte aus verrühren, bis eine glatte Ganache entsteht. Butter einrühren, damit die Oberfläche später schön glänzt. Die Ganache ein paar Minuten abkühlen lassen, sie sollte noch fließend, aber nicht mehr heiß sein.
Fertigstellen und kühlen
  1. Die leicht abgekühlte Ganache auf der Cheesecake-Oberfläche verteilen. Wer mag, kann sie auch als mittlere Schicht verwenden, ich mag sie oben am liebsten, weil der Anschnitt dann besonders schön aussieht.
  2. Den Cheesecake mindestens 6 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank fest werden lassen. Gerade bei No-Bake lohnt sich Geduld. Wenn er zu früh angeschnitten wird, verliert er schnell die klare Schichtung.
Dekorieren und servieren
  1. Vor dem Lösen mit einem Messer einmal am Rand entlangfahren und erst dann den Springformring abnehmen. Für den typischen Drip die zusätzliche Karamellsauce in kleinen Linien am Rand ansetzen und leicht herunterlaufen lassen.
  2. Zum Schluss gehackte Schokolade darüberstreuen. Optional passen Sahnetupfen, Schokoraspel oder eine kleine Prise Meersalz sehr gut dazu. Zum Schneiden das Messer in heißes Wasser tauchen und zwischen den Stücken kurz abwischen, dann bleiben die Kanten deutlich sauberer.

Notizen

  • Der Cheesecake lässt sich wunderbar am Vortag zubereiten und schmeckt nach einer Nacht im Kühlschrank meist sogar noch runder.
  • Wenn die Karamellsauce sehr flüssig ist, vorher kurz kühlen. Dickere Sauce bleibt schöner als Wirbel sichtbar.
  • Für eine mildere Kaffeeversion reichen 10 g Instant-Espresso. Wer es kräftiger mag, kann etwas mehr nehmen oder zusätzlich den Kaffeelikör einbauen.
  • Statt Zartbitter funktioniert auch Vollmilchschokolade in der Ganache, dann wird der Kuchen insgesamt süßer.
  • Im Kühlschrank hält sich der Cheesecake gut 3 Tage. Zum Einfrieren würde ich ihn eher ohne Topping vorbereiten.

FAQ (Die häufigsten Fragen)

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Der wichtigste Unterschied zwischen Cheesecake und Käsekuchen liegt in der Hauptzutat der Füllung: Cheesecake wird traditionell mit Frischkäse zubereitet, während klassischer deutscher Käsekuchen meist auf Quark basiert. Dadurch unterscheiden sich beide Kuchen deutlich in Geschmack, Konsistenz und Zubereitung. Cheesecake ist meist cremiger, dichter und reichhaltiger, während Käsekuchen lockerer, luftiger und oft etwas frischer schmeckt.

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Viele typische Cheesecake-Zutaten lassen sich problemlos ersetzen, wenn du gerade nicht alles im Haus hast oder ein bestimmtes Produkt im Supermarkt nicht findest. Frischkäse kann häufig durch Mascarpone, Quark oder Ricotta ersetzt werden, Graham Cracker lassen sich sehr gut durch Butterkekse, Vollkornkekse oder Digestive-Kekse austauschen, und Quark kann je nach Rezept durch Frischkäse, Skyr oder griechischen Joghurt ersetzt werden. Wichtig ist dabei: Jede Alternative verändert den Cheesecake leicht – manchmal in Geschmack und Süße, manchmal aber auch deutlich bei Konsistenz, Kalorien und Backverhalten.

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Ein Cheesecake ist fertig gebacken, wenn die Ränder fest wirken, die Mitte beim leichten Rütteln aber noch leicht wackelt und nicht komplett starr ist. Genau dieses leicht „wabbelige“ Zentrum ist bei vielen Cheesecake-Rezepten sogar gewünscht, denn der Kuchen gart durch die Resthitze beim Abkühlen noch nach und wird erst während der Kühlzeit vollständig fest. Ist der gesamte Cheesecake bereits im Ofen komplett fest, wurde er häufig schon zu lange gebacken und kann später trocken oder rissig werden.

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Ein Cheesecake reißt meist, wenn er zu heiß, zu lange oder zu ungleichmäßig gebacken wurde. Die häufigsten Ursachen sind eine zu hohe Ofentemperatur, Überbacken oder ein zu schnelles Abkühlen nach dem Backen. Dabei trocknet die Oberfläche schneller aus als das Innere des Kuchens und zieht sich unterschiedlich stark zusammen – dadurch entstehen typische Risse auf der Oberfläche.
Aber keine Sorge: Optisch ist das zwar ärgerlich, geschmacklich ist ein gerissener Cheesecake aber meist völlig in Ordnung.

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Ein Cheesecake sollte nach dem Backen zunächst etwa 1 bis 2 Stunden bei Raumtemperatur abkühlen, bevor er in den Kühlschrank kommt. Danach sollte er mindestens 4 Stunden, besser jedoch über Nacht, vollständig durchkühlen, damit er seine endgültige Festigkeit und cremige Konsistenz entwickelt. Direkt nach dem Backen wirkt ein Cheesecake oft noch weich und leicht wackelig – das ist völlig normal. Erst durch das langsame Abkühlen und anschließende Kühlen wird er wirklich schnittfest.

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Cheesecake sollte immer im Kühlschrank aufbewahrt werden, da er durch Zutaten wie Frischkäse, Quark, Eier oder Sahne sehr empfindlich ist. Am besten lagerst du ihn gut abgedeckt oder in einer luftdichten Kuchenbox, damit er keine Fremdgerüche annimmt und nicht austrocknet. Im Kühlschrank hält sich Cheesecake in der Regel etwa 3 bis 5 Tage frisch, je nach Rezept und verwendeten Zutaten.

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Ja, Cheesecake lässt sich in den meisten Fällen sehr gut einfrieren. Sowohl gebackene als auch viele No-Bake-Cheesecakes können problemlos mehrere Wochen bis Monate tiefgekühlt werden, wenn sie richtig verpackt sind. Wichtig ist vor allem, den Cheesecake vollständig abkühlen zu lassen, ihn luftdicht zu verpacken und später langsam im Kühlschrank wieder aufzutauen. So bleiben Geschmack und Konsistenz meist erstaunlich gut erhalten.

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Du hast noch mehr Fragen? Besuche meine ausführliche FAQ-Rubrik! Dort findest Du Antworten auf viele der häufigsten Fragen zum Thema Cheesecake und Käsekuchen.