Mint Schoko Cheesecake mit Schokoboden

Mint Schoko Cheesecake mit Schokoboden

Meine Oma hat After Eight geliebt! Diese dünnen Schokotäfelchen mit Pfefferminzfüllung waren ihr ein und alles und sie hatte immer eine Schachtel davon parat von denen sie auch immer großzügig an ihre Enkel verteilt hat. Mein Bruder war dann immer Feuer und Flamme und er hat die Dinger verschlungen. Ich dagegen fand sie eher so semi – für mich haben sie als Kind einfach ein wenig zu sehr nach Zahnpasta und Mundwasser geschmeckt. Glück für meinen Bruder, denn er bekam dann meistens meine Portion gleich mit ab. Wenn Oma nicht hinsah!

Heute hat sich mein Geschmack geändert und ich kann der Kombination Schokolade und Minze durchaus etwas (viel!) abgewinnen. Wenn ich Lust auf etwas Frisches und gleichzeitig Schokoladiges habe, ist dieser Minz-Schoko Cheesecake deswegen ganz weit vorne. Die kühle Pfefferminznote zieht sich fein durch die cremige Füllung, während der dunkle Keksboden und die geschmolzene Schokolade alles schön rund machen. Gerade gekühlt und im Sommer schmeckt der Kuchen besonders gut und erfrischend, deshalb mache ich ihn auch gern, wenn’s draußen heiß ist. Am besten einen Tag vorher und lasse ihn ganz in Ruhe im Kühlschrank durchkühlen und fest werden.

Was hier geschmacklich passiert

Der Mint Schoko Cheesecake ist kein überladenes Dessert, obwohl er auf den ersten Blick ziemlich opulent wirkt. Die Minze soll hier nicht wie Kaugummi und schon gar nicht wie Zahnpasta oder Mundwasser schmecken, sondern eher frisch und klar im Hintergrund bleiben. Deshalb bin ich mit dem Pfefferminzextrakt lieber eher vorsichtig. Zusammen mit der Schokolade entsteht diese bekannte, leicht kühle Kombination, die direkt aus dem Kühlschrank am besten schmeckt.

Die Textur ist dabei angenehm cremig und samtig. Weil geschmolzene Schokolade in die Füllung kommt, wird der Kuchen etwas dichter als ein ganz klassischer New York Cheesecake. Trotzdem ist der Kuchen nicht schwer. Ich mag das sehr.

Ein Kuchen für alle, die Minze in Desserts mögen

Nicht jeder Cheesecake muss fruchtig sein. Gerade bei Schokolade finde ich es immer spannend, mit kleinen Kontrasten zu arbeiten. Minze bringt Frische hinein, ohne dass der Kuchen an Cremigkeit verliert. Für Freunde backe ich ihn besonders gern, wenn ich mal etwas anderes als die üblichen Beeren- oder Karamellvarianten auf den Tisch stellen will.

Schön sieht er übrigens auch aus, wenn oben ein paar Schokospäne und frische Minzblätter landen. Das ist kein Muss, macht aber sofort etwas her.

Damit er schön glatt bleibt

Bei solchen Rezepten lohnt es sich, die Zutaten rechtzeitig aus dem Kühlschrank zu holen. Die Creme bleibt deutlich glatter, wenn Frischkäse und Eier nicht eiskalt sind. Ich rühre die Masse außerdem nur so lange, bis alles verbunden ist. Zu viel Luft in der Füllung kann beim Backen schnell zu kleinen Rissen führen. Dass der Kuchen in der Mitte am Ende noch leicht wackeln darf, ist übrigens genauso gewollt. Er zieht beim Abkühlen und Kühlen noch an.

Minze Schokoladen Kaesekuchen

Mint Schoko Cheesecake

Cremiger gebackener Mint Schoko Cheesecake mit Schokokeksboden, feiner Pfefferminznote und geschmolzener Schokolade in der Füllung.
Vorbereitungszeit 30 Minuten
Zubereitungszeit 40 Minuten
Ruhezeit (mindestens) 5 Stunden
Gesamtzeit 6 Stunden 10 Minuten
Portionen: 12 Stücke
Art: Bake Cheesecakes
Küche: mittelschwer

Zutaten:
  

Für den Boden
  • 315 g Schokokeksbrösel
  • 70 g Butter, geschmolzen
Für die Füllung
  • 535 g Frischkäse, zimmerwarm
  • 135 g Zucker
  • 2 Eier Größe L
  • 5 ml Vanilleextrakt
  • 2,5 ml Pfefferminzextrakt
  • einige Tropfen grüne Lebensmittelfarbe optional
  • 235 g Zartbitter-Schokotropfen oder gehackte Schokolade geschmolzen und abgekühlt
Für das Topping
  • 240 ml Schlagsahne

Kochutensilien

  • Springform 26 cm
  • Backpapier
  • Handmixer
  • Rührschüsseln
  • Teigschaber

Und so wird’s gemacht:
 

Boden vorbereiten
  1. Den Backofen auf 175 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Boden der Springform mit Backpapier auslegen und den Rand leicht einfetten.
  2. Die Schokokeksbrösel mit der geschmolzenen Butter verrühren, bis die Mischung an feuchten Sand erinnert. Anschließend in die Form geben und gleichmäßig festdrücken. Das klappt in einer kleinen Küche übrigens besonders unkompliziert mit dem Boden eines Glases oder einem Messbecher.
Füllung anrühren
  1. Frischkäse und Zucker in einer großen Schüssel glatt rühren. Am besten nur so lange mixen, bis keine Klümpchen mehr zu sehen sind. Zu starkes Aufschlagen bringt unnötig viel Luft in die Masse.
  2. Die Eier einzeln unterrühren. Danach Vanilleextrakt, Pfefferminzextrakt und nach Wunsch ein paar Tropfen grüne Lebensmittelfarbe dazugeben. Bei der Minze lieber erst vorsichtig dosieren, denn der Geschmack wirkt nach dem Kühlen oft noch etwas deutlicher.
  3. Nun die geschmolzene, bereits etwas abgekühlte Schokolade unterheben oder kurz einrühren, bis eine glatte, gleichmäßige Creme entsteht.
Cheesecake backen
  1. Die Füllung auf den Boden geben und mit einem Teigschaber glatt streichen. Die Form auf mittlerer Schiene backen, bis die Ränder gesetzt sind und die Mitte noch leicht wackelt. Das dauert etwa 35 bis 40 Minuten.
  2. Dann den Ofen ausschalten und den Cheesecake bei leicht geöffneter Ofentür noch 1 Stunde im Ofen stehen lassen. Dieses langsame Abkühlen hilft oft dabei, die Oberfläche ruhiger zu halten und Risse zu vermeiden.
Abkühlen und kühlen
  1. Den Kuchen anschließend bei Raumtemperatur vollständig auskühlen lassen. Danach mindestens 4 Stunden, besser über Nacht, im Kühlschrank kühlen. Am nächsten Tag lässt er sich meist noch sauberer schneiden.
  2. Vor dem Servieren nach Belieben die Schlagsahne aufschlagen und den Cheesecake damit sowie mit Minzblättern und Schokospänen garnieren. Für schöne Stücke das Messer zwischen den Schnitten kurz mit warmem Wasser abspülen und abwischen.

Notizen

  • Die angegebene Schlagsahne ist hier als optionales Topping gedacht und nicht Teil der gebackenen Füllung.
  • Wer es etwas kräftiger mag, kann ein klein wenig mehr Pfefferminzextrakt verwenden. Ich würde aber wirklich in kleinen Schritten arbeiten, damit der Geschmack nicht zu dominant wird.
  • Der Cheesecake lässt sich wunderbar am Vortag vorbereiten und schmeckt gut durchgekühlt sogar noch runder.
  • Statt Schokokeksbröseln funktioniert auch ein Boden aus Kakao-Butterkeksen, wenn gerade keine Sandwichkekse da sind.
  • Im Kühlschrank hält sich der Kuchen gut 2 bis 3 Tage, am besten abgedeckt, damit er keine Fremdgerüche annimmt.

FAQ (Die häufigsten Fragen)

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Der wichtigste Unterschied zwischen Cheesecake und Käsekuchen liegt in der Hauptzutat der Füllung: Cheesecake wird traditionell mit Frischkäse zubereitet, während klassischer deutscher Käsekuchen meist auf Quark basiert. Dadurch unterscheiden sich beide Kuchen deutlich in Geschmack, Konsistenz und Zubereitung. Cheesecake ist meist cremiger, dichter und reichhaltiger, während Käsekuchen lockerer, luftiger und oft etwas frischer schmeckt.

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Viele typische Cheesecake-Zutaten lassen sich problemlos ersetzen, wenn du gerade nicht alles im Haus hast oder ein bestimmtes Produkt im Supermarkt nicht findest. Frischkäse kann häufig durch Mascarpone, Quark oder Ricotta ersetzt werden, Graham Cracker lassen sich sehr gut durch Butterkekse, Vollkornkekse oder Digestive-Kekse austauschen, und Quark kann je nach Rezept durch Frischkäse, Skyr oder griechischen Joghurt ersetzt werden. Wichtig ist dabei: Jede Alternative verändert den Cheesecake leicht – manchmal in Geschmack und Süße, manchmal aber auch deutlich bei Konsistenz, Kalorien und Backverhalten.

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Ein Cheesecake ist fertig gebacken, wenn die Ränder fest wirken, die Mitte beim leichten Rütteln aber noch leicht wackelt und nicht komplett starr ist. Genau dieses leicht „wabbelige“ Zentrum ist bei vielen Cheesecake-Rezepten sogar gewünscht, denn der Kuchen gart durch die Resthitze beim Abkühlen noch nach und wird erst während der Kühlzeit vollständig fest. Ist der gesamte Cheesecake bereits im Ofen komplett fest, wurde er häufig schon zu lange gebacken und kann später trocken oder rissig werden.

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Ein Cheesecake reißt meist, wenn er zu heiß, zu lange oder zu ungleichmäßig gebacken wurde. Die häufigsten Ursachen sind eine zu hohe Ofentemperatur, Überbacken oder ein zu schnelles Abkühlen nach dem Backen. Dabei trocknet die Oberfläche schneller aus als das Innere des Kuchens und zieht sich unterschiedlich stark zusammen – dadurch entstehen typische Risse auf der Oberfläche.
Aber keine Sorge: Optisch ist das zwar ärgerlich, geschmacklich ist ein gerissener Cheesecake aber meist völlig in Ordnung.

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Ein Cheesecake sollte nach dem Backen zunächst etwa 1 bis 2 Stunden bei Raumtemperatur abkühlen, bevor er in den Kühlschrank kommt. Danach sollte er mindestens 4 Stunden, besser jedoch über Nacht, vollständig durchkühlen, damit er seine endgültige Festigkeit und cremige Konsistenz entwickelt. Direkt nach dem Backen wirkt ein Cheesecake oft noch weich und leicht wackelig – das ist völlig normal. Erst durch das langsame Abkühlen und anschließende Kühlen wird er wirklich schnittfest.

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Cheesecake sollte immer im Kühlschrank aufbewahrt werden, da er durch Zutaten wie Frischkäse, Quark, Eier oder Sahne sehr empfindlich ist. Am besten lagerst du ihn gut abgedeckt oder in einer luftdichten Kuchenbox, damit er keine Fremdgerüche annimmt und nicht austrocknet. Im Kühlschrank hält sich Cheesecake in der Regel etwa 3 bis 5 Tage frisch, je nach Rezept und verwendeten Zutaten.

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Ja, Cheesecake lässt sich in den meisten Fällen sehr gut einfrieren. Sowohl gebackene als auch viele No-Bake-Cheesecakes können problemlos mehrere Wochen bis Monate tiefgekühlt werden, wenn sie richtig verpackt sind. Wichtig ist vor allem, den Cheesecake vollständig abkühlen zu lassen, ihn luftdicht zu verpacken und später langsam im Kühlschrank wieder aufzutauen. So bleiben Geschmack und Konsistenz meist erstaunlich gut erhalten.

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Du hast noch mehr Fragen? Besuche meine ausführliche FAQ-Rubrik! Dort findest Du Antworten auf viele der häufigsten Fragen zum Thema Cheesecake und Käsekuchen.